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Die Geschichte von Bierführer Karl und seinem Enkel!

Die Geschichte von Bierführer Karl und seinem Enkel!

Früher war der Beruf des Bierführers anstrengend. Auch für Karl Senior. Die Bierfässer lud er in der Brauerei zuerst auf den Wagen seines Pferdegespanns, bei jedem Stopp sprang er von seinem Kutschbock, wuchtet die bestellte Anzahl an Bierfässern vom Wagen auf den Gehsteig und trug huckeback die Fässer in die Lagerräume beim Wirt, gönnte sich, auf Einladung des Wirtes – die man niemals ausschlagen durfte – ein Bier. Er lud dann die Leergebinde auf den Wagen und schwang sich wieder auf den Wagen. Das wiederholte sich unzählige Male am Tag, der oft 14 Stunden und mehr dauerte. Muskeltraining zweifelsfrei, anstrengend und stressig. Heute ist alles anders. Karl, der Enkel unseres Bierkutschers ist Zusteller bei einer Brauerei. Er sitzt den ganzen Tag in seinem Lieferwagen, der bereits von der Nachtschicht beladen, die Ware richtig kommissioniert wurde und fährt von Gasthaus zu Gasthaus. Dort geht das Abladen der Fässer mit der Hebebühne und dem elektrischen Hubwagen der Transport in den Kühlraum schnell und ohne Muskelkraft. Bier trinkt er in der Arbeit niemals. Karl besucht drei Mal in der Woche sein Fitnessstudio und trainiert gezielt verschiedene Muskelgruppen. Nach seinen Motiven gefragt, sagt er, dass er sein will, wie er sein Großvater: ein fescher Kerl, selbstbewusst und mit einem muskulösen Körper. „Leider“, fügt Karl hinzu, „ist mein Opa viel zu früh verstorben, ich möchte richtig alt werden“. Muskeltraining ist viel mehr als nur Gewichte zu heben. Das war der Generation seines Großvaters leider noch nicht bewusst. Und ein gesunder Lebenswandel wurde damals oft – auch auf Grund der Umstände und des fehlenden Wissens – nicht gelebt.